Material und Produkte aus Kaschmir

Kaschmierschal
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Aus dem Unterfell der Kaschmirziege gewonnen ist Kaschmir eine äußerst weiche und feine Naturfaser. Die Edelwolle hat dabei eine hohe Wärmerückhaltungseigenschaft und ein sehr geringes Eigengewicht. Nicht nur deshalb ist Kaschmirwolle sehr beliebt und bietet die Grundlage für hochwertige Kleidung für Damen und Herren.

Wieso Kaschmir so beliebt ist

Vor allem die luxuriöse und weiche Griffigkeit sorgt dafür, dass Kaschmir bei Frauen und auch bei Männern immer gut ankommt. Von Strickjacken über Anzüge für Herren bis hin zu Pullovern aus Kaschmir bietet das Material für die Modewelt eine edle und hochwertige Wolle, die auch in der Verarbeitung ein gewisses Maß an Perfektion erfordert. Lange Haltbarkeit und maximalen Komfort bietet professionell gefertigte Kleidung aus Kaschmir – sie ist somit mehr als ein Gegenstand, der Ansehen verleiht und auf den man stolz sein kann. Richtig gesponnen ist Kaschmir die Edelwolle schlechthin. Schöne Pullover, Jacken, Schals und andere Produkte findet man z.B. auf www.mabono.de

Aus der Region Kaschmir für viel Geld in alle Welt

Das Fell der Kaschmirziegen verdankt seinen Namen der Region Kaschmir, die sich heute unter Pakistan, Indien und der Volksrepublik China aufteilt. In Weiß, Braun, Grau und auch Schwarz kommt das Fell der schlappohrigen und gehörnten Ziegen vor. In der Region wird das Fell der Kaschmirziege bereits seit mehreren Tausend Jahren verarbeitet. Bereits seit 1000 vor Christus entstehen daraus hochwertige Textilien. Heute sind China, der Iran und die Mongolei ebenso wie das Hochland in Mittelasien die wichtigsten Erzeugerländer für die hochwertige Kaschmirwolle. Zuchtfarmen gibt es außerdem aber auch in Schottland, Neuseeland und Australien. Hier hat man sich vorwiegend auf die Fertigung von Schals, Mützen und anderen Accessoires aus Kaschmir spezialisiert.

Die Materialgewinnung von Kaschmir erfolgt in drei Schritten.

  • Zunächst wird das Fell während des Fellwechsels – also zum Ende des Winters hin – ausgekämmt. In wenigen Fällen werden die Tiere auch maschinell geschoren. Pro Tier werden so rund 150 Gramm Kaschmirwolle pro Jahr gesammelt.
  • Von Hand wird das Fell anschließend nach Farben und schlechterer Qualität sortiert. Auch wird es gewaschen um Fett und Schmutz zu entfernen.
  • Im letzten Schritt folgt das Entgrannen. Das grobe Deckhaar – Grannen genannt – wird von der feinen Unterwolle getrennt. Diese ist das Hauptziel der Arbeit. Das Entgrannen erfolgt heute meist maschinell.

Diese Arbeit erklärt den hohen Preis von Kaschmir. Ein hoher Aufwand bringt am Ende nur geringe Mengen an Kaschmirwolle. 150 Gramm pro Tier und pro Jahr können lediglich verarbeitet werden. So kann eine Stickjacke aus 100 Prozent Kaschmir schnell mal ins Geld gehen. Edel, begrenzt verfügbar und somit hochexklusiv ist Kaschmir – vor allem merkt man dies dann an den Preisen.

Kaschmir richtig pflegen

Waschsalon
© Digital Cat – Flickr.com – cc

Oftmals gibt es um die Pflege von Kaschmirprodukten wie Strickjacken, Pullovern und anderen Kleidungsstücken echte Märchen, die von einem hohen Aufwand bis zu teuren Spezialprodukten reichen. Die Pflege von Kaschmir ist jedoch ungefähr mit der Haarpflege zu vergleichen. Immerhin besteht die Kaschmirwolle, wie unser Haar, zu einem hohen Teil aus Aminosäuren. In lauwarmen Wasser mit ein wenig Woll- oder auch Haarwaschmittel waschen und auf einem Frottiertuch trocknen lassen. Auswringen oder reiben sollte man Kaschmir hingegen nie – dadurch kann das feine Haar brechen.

Mit einer Fusselmaid können kleine Knoten in der Wolle leicht entfernt werden. Auch ein Durchlüften der Bekleidung kann hier schon helfen. Im Wollwaschgang kann Kaschmir auch in der Waschmaschine gewaschen werden. Vor allem auf das Schleudern sollte dabei verzichtet werden – wenn überhaupt sollten Kaschmirprodukte nur für wenige Minuten in den Schleudergang. Bis zu 10 Minuten auf minimaler Temperatur kann ein Pullover aus Kaschmir beispielsweise auch im Wäschetrockner getrocknet werden. Die Reinigung im Fachbetrieb ist lediglich bei starker Verschmutzung erforderlich.

(Bilder © Magdalena Austerlitz / flickr.com – cc)

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